Ägypten rechnet mit Verlusten in Millionenhöhe nach Flugzeugabsturz

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Nach dem Absturz eines russischen Urlaubsfliegers in Ägypten rechnet die Regierung in Kairo mit monatlichen Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe. Tourismusminister Hischam Sasu sagte nach Angaben der unabhängigen Tageszeitung «Al-Masry al-Youm» am Mittwoch in Kairo, dass der Stopp der Flüge aus Russland und Großbritannien das Land monatlich umgerechnet rund 260 Millionen Euro kosten werde. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen des arabischen Landes.

Bei der Tragödie vom 31. Oktober waren alle 224 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Westliche Geheimdienste vermuten einen Terroranschlag als Ursache. Russland legt sich dazu nicht fest. Britische und weitere westeuropäische Airlines sowie russische Fluggesellschaften stellten ihre Verbindungen zum Badeort Scharm el Scheich ein. Russische Behörden rechnen damit, dass das Flugverbot länger in Kraft bleiben wird – und zwar so lange, bis die Sicherheitsvorkehrungen an den ägyptischen Flughäfen internationalen Standards entsprechen.