Der Hafen von Piräus ist jetzt die Nummer eins im Mittelmeer

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2019 steigerte die Hafengesellschaft PPA ihren Umsatz um rund zwölf Prozent auf knapp 150 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg um 27 Prozent auf 35,4 Millionen.
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Griechenlands größter Hafen expandiert unter der Regie des chinesischen Staatskonzerns Cosco. Die Coronakrise macht sich bisher kaum bemerkbar.

Athen Hochbetrieb im Hafen von Piräus: Nicht weniger als elf Containerschiffe wurden am Freitag gleichzeitig an den drei Piers abgefertigt, darunter die „OOCL United Kingdom“ mit einer Transportkapazität von 21.413 Containereinheiten (TEU) – einer der weltweit größten Frachter seiner Art.

Während die EU-Kommission Griechenland für dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 9,7 Prozent prognostiziert, ist in Piräus von einer Corona-Rezession nichts zu spüren. In den ersten drei Monaten stieg der Umschlag leicht auf 1,369 Millionen TEU. Im Vorjahr waren es 1,334 Millionen Einheiten.

Im April und Mai war die Entwicklung ebenfalls stabil. Der Umschlag lag etwa auf Vorjahresniveau, heißt es in Unternehmenskreisen. Der von manchen Branchenexperten erwartete Einbruch im Containerverkehr ist damit in Piräus ausgeblieben.

Damit schreibt der griechische Hafen seine Erfolgsgeschichte fort. Im vergangenen Jahr überholte Piräus mit 5,65 Millionen TEU das spanische Valencia (5,44 Millionen TEU) und stieg zum größten Container-Umschlagplatz im Mittelmeer auf. Das zeigen die in dieser Woche vorgelegten Geschäftszahlen. „2019 war unser bisher bestes Jahr“, sagt Fu Chengqiu.