Mittelmeer: Die Unterwasser-Plastikhalde

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Mittlerweile gibt es keinen Ort in den Weltmeeren mehr, der plastikfrei ist.
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So viel Mikroplastik an einem Ort im Meer wurde vorher noch nie gemessen.

Das berichtet ein europäisches Forschungsteam, das den Boden des Mittelmeers zwischen Korsika und Italien genauer untersucht hat. Dort kamen auf 50 Gramm Sediment demnach 190 Plastikpartikel – das macht 1,9 Millionen Plastikpartikel pro Quadratmeter Meeresboden.

Das Team hat sich diesen Meeresabschnitt genauer angeschaut, weil dort bestimmte geografische Bedingungen und Tiefenströmungen zusammenkommen. Sie hatten vermutet, dass diese Tiefenströmungen nicht nur Sauerstoff, Nährstoffe und Sedimente zum Meeresboden befördern, sondern auch Plastikpartikel. Dass die Konzentration so hoch ist, war dann aber doch überraschend.

Mittlerweile gibt es keinen Ort in den Weltmeeren mehr, der plastikfrei ist. Dabei schwimmt nur ein Prozent des Plastiks sichtbar an der Oberfläche. Der Rest lagert sich ab und das, laut Studie, an bestimmten Hotspots, die bisher vor allem für ihre Biodiversität bekannt waren.