Erdgasstreit im Mittelmeer: Zypern vergibt weitere Forschungsrechte

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Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer

 
 
 

Nach der Entdeckung reicher Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden nahe Zypern hat die Regierung in Nikosia neue Forschungsrechte an Energieunternehmen in Frankreich (Total) und Italien (Eni (Eni)) vergeben. Es geht um Gebiete südlich und südöstlich der drittgrößten Mittelmeerinsel. Dies teilte am Mittwoch der zyprische Energieminister Giorgos Lakkotrypis im zyprischen Fernsehen (RIK) mit.

Südlich der Insel werden Erdgasvorkommen bis zu 227 Milliarden Kubikmeter vermutet. Experten gehen davon aus, dass Gewinne in Höhe von mehr als 40 Milliarden Euro erzielt werden könnten.

Die Erdgasvorkommen vor der Küste südlich von Zypern führen jedoch zu Spannungen zwischen Ankara und Nikosia. Die Türkei erkennt Zypern nicht an und lehnt die Suche nach Erdgas vor einer Lösung der Zypern-Frage und ohne die Zustimmung der türkischen Zyprer ab. Aus diesem Grund führt die Türkei ohne die Genehmigung der Regierung in Nikosia eigene Forschungen im Westen, Süden und Osten Zyperns durch. Dies hat die EU wiederholt verurteilt. Auch die international anerkannte Regierung der Republik Zypern kritisiert die türkischen Aktionen./