Chinesen bauen Präsenz im Mittelmeer aus

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Containerterminal von APMT im italienischen Vado Ligure

 
 
 

Der Containerterminal von APMT im italienischen Vado Ligure (Savona) geht seiner Vollendung entgegen. Voraussichtlich am 12. Dezember ist die offizielle Eröffnung des technisch fortschrittlichsten Containerterminals am Mittelmeer. Es verfügt über eine Kailänge von 700 m und kann auch hinsichtlich des Tiefgangs die neueste Generation von Megaschiffen aufnehmen. Außerdem glänzt der Frachtumschlag mit weitgehender Automatisierung. So werden die Vorfeldkräne von Bedienern, die in einem Kontrollraum des Terminals arbeiten, ferngesteuert bewegt. Gedacht ist Vado Ligure als Eingangstor für die Märkte Norditaliens und Mitteleuropas einschließlich der Schweiz, Süddeutschlands und des östlichen Teils von Frankreich. Die jährliche Kapazität ist auf rund 900.000 Teu ausgelegt.

Betreiber ist das Unternehmen APM Terminals Vado Ligure Span, das 2008 nach Erteilung eines Konzessionsvertrags durch die Hafenbehörde von Savona für die Planung, Ausführung und Verwaltung eines modernen Containerterminals gegründet wurde. APMT wird als eigenständige Gruppe innerhalb des dänischen AP Møller Maersk-Konzerns von Den Haag aus geführt. In Vado Ligure sind indes auch chinesische Teihaber im Spiel. APMT hält 50,1 Prozent der Anteile und Cosco Shipping Ports 40 Prozent. Weitere 9,9 Prozent gehören Quingdao Port.

„Die Präsenz von zwei so großen chinesischen Unternehmen als Aktionäre ist für uns sehr wichtig, dennn sie wird viel dazu beitragen, unsere Märkte besser zu bedienen. Vado Gateway wird sicherlich eines der Ziele der One- Belt-One-Road-Initiative sein, und die Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern geht genau in diese Richtung“, sage Paolo Cornetto, Geschäftsführer von APM Terminals Vado Ligure, gegenüber der DVZ. Neben dem Terminal teilen sich APM Terminals und die beiden chinesischen Gesellschaften auch die Kontrolle über Reefer Terminal S.p.A., einen Spezialbetrieb für Kühlgüter.