Alarm in Italien wegen Delfin- und Wal-Sterbens im Mittelmeer

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(Symbolfoto)

 
 
 

Seit Jahresanfang wurden bisher 34 Delfine und 17 Wale im Mittelmeer tot aufgefunden. Die Tiere dürften krank gewesen sein.

Rom, Pisa – In Italien wächst die Sorge wegen des Sterbens von Delfinen und Walen. Allein seit Anfang 2019 sind 34 Delfine im Tyrrhenischen Meer tot aufgefunden worden. Im vergangenen Jahr waren es 28. Zuletzt wurde ein toter Delfin auf einem Strand des Naturschutzparks im toskanischen San Rossore nahe Pisa entdeckt, berichtete die Tageszeitung Corriere della Sera (Freitagsausgabe).

Der drei Meter lange Delfin war bereits einige Tage zuvor gestorben. Es war das dritte tote Tier dieser Art, das binnen drei Tagen in der Toskana entdeckt wurde. Experten, die die Kadaver untersuchten, stellten fest, dass ihre Mägen leer waren.

„Wir haben die Mägen von acht Exemplaren untersucht. Sie waren leer, als würden sie seit drei Tagen nicht mehr essen. Das signalisiert, dass die Delfine wahrscheinlich krank waren. Sie könnten von einem Virus angegriffen worden sein“, sagte die Biologin Cecilia Manciso. Bereits 2013 waren viele Delfine vom Masern-Virus befallen worden. Untersucht wird, ob sich in den Mägen Plastik befand.

Sorge besteht auch für die Wale im Mittelmeer. 17 tote Wale wurden seit Anfang 2019 in Italien entdeckt, der Jahresdurchschnitt liegt bei vier Todesfällen. Experten schließen nicht aus, dass sich wegen der höheren Wassertemperaturen Bakterien entwickeln können, die die Tiere befallen.