Feuerfischplage bedroht das Mittelmeer

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Feuerfisch

Zypern soll „Erste Verteidigungslinie“ sein


 
 
 

Sie werden bis zu 40 Zentimer groß, haben giftige Stacheln und sie breiten sich rasend schnell im Mittelmeer aus: Feuerfische, auch bekannt als Rotfeuerfische. Ein von der EU gefördertes Projekt hat den giftigen Fischen nun den Kampf angesagt, denn sie zerstören Korallenriffe und dünnen andere Fischarten aus.

Erfolgreiche Jäger

Feuerfische haben ihre Heimat eigentlich in den Tropen und im Roten Meer. Über den Suezkanal sind sie allerdings vor einigen Jahren ins Mittelmeer eingewandert (siehe Karte). Da sie hier keine natürlichen Feinde haben, können sie sich ungehindert vermehren. Und das tun sie fleißig: Jedes Weibchen legt bis zu 30.000 Eier – alle zwei Tage! Für die einheimischen Bewohner werden sie damit zur allgegenwärtigen Bedrohung: Feuerfische sind durch ihre fleckige Färbung optimal getarnt und gehören zu den erfolgreichsten Jägern in Korallenriffen.

Finger weg

Taucher, die einem Feuerfisch begegnen, sollten sie auf keinen Fall berühren. Denn in den auffälligen Stacheln sitzt ein effektives Nervengift. Mit ihm verteidigt sich der Fisch,wenn er sich bedroht fühlt. Tödlich ist das Gift für Menschen zwar nicht, aber die Symptome können trotzdem extrem sein: Starke Schmerzen an der Einstichstelle, Übelkeit, Blasenbildung und Kopfschmerzen sind nur einige der Folgen. Sollte es zu einem Stich kommen, empfehlen Ärzte folgende Erste Hilfe-Maßnahme: Die Stelle für eine halbe Stunde in etwa 45 Grad heißes Wasser halten. Im Anschluss sollte ein Arzt aufgesucht werden.