Tote bei Beben in den Ägäis

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Bei Erdstößen in Griechenland und der Türkei sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Tsunami beschädigte den Hafen der Ferieninsel Kos.

Bei einem Beben in den Ägäis sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei den beiden Opfern auf der griechischen Insel Kors handele es sich um jüngere Menschen, sagte der Bürgermeister der gleichnamigen Inselhauptstadt. Zudem erreichte ein Tsunami die Insel. Der Erdstoß, der auch die türkische Stadt Bodrum traf,  hatte laut dem US-Institut U.S. Geological Survey (USGS) die Stärke 6,7.

Mehrere Häuser im Zentrum von Kos, wo sich Dutzende Bars befinden, sind laut dem Bürgermeister beschädigt worden.  Zum Zeitpunkt des Bebens waren die Kneipen am Hauptplatz von Kos voller Menschen. Das Dach einer Bar sei eingestürzt, sagte der Bürgermeister. Die durch den Tsunami ausgelösten Wellen hätten das Hafenviertel überschwemmt, berichteten Augenzeugen. Eine Fähre konnte laut Medienberichten wegen der Schäden nicht im Hafen von Kos anlegen.

Die Gouverneurin der türkischen Küstenprovinz Mugla, Esengül Civelek, sagte, dass es dort nach ersten Erkenntnissen keine Toten gegeben habe. Es habe kleinere Verletzungen gegeben, nachdem Angst und Panik ausgebrochen war, sagte Civelek. In Bitez, einem Ferienort rund sechs Kilometer westlich von Bodrum, liefen Anwohner verängstigt auf die Straßen. Hotelgäste kehrten kurz in ihre Zimmer zurück, um Habseligkeiten zu holen. Viele verbrachten die Nacht aber auf der Straße.

In beiden Ländern kommt es häufiger zu Erdbeben. Nach Angaben des USGS ereignete sich das Erdbeben in einer Tiefe von rund zehn Kilometern, etwa zehn Kilometer südlich von Bodrum und 16 Kilometer von Kos entfernt. Es folgten demnach auch noch zwei Nachbeben.

Die Türkei und Griechenland liegen auf aktiven Bruchlinien. Im Jahr 1999 hatten zwei zerstörerische Erdbeben den Nordwesten der Türkei heimgesucht. Rund 18.000 Menschen waren dabei getötet worden.