Das sind die 9 Highlights von Marokko

Viele Deutsche haben zurzeit Angst nach Marokko zu reisen. In den Medien wird das Land dargestellt, als herrsche dort noch das tiefste Mittelalter und als würde man als alleinreisende Frau sofort gesteinigt werden. Ich kann alle Skeptiker beruhigen: Ich habe dieses Land schon mehrere Male besucht und war jedes Mal aufs Neue von der unvergleichlichen Gastfreundschaft der Menschen und den unvorstellbar schönen Landschaften fasziniert.

Marokko hat so viel mehr zu bieten als die gängigen Klischees von Kleinkriminalität, Städten aus Tausendundeiner Nacht oder schnöden Bettenhochburgen in Agadir. Hier sind neun Gründe, warum sich eine Reise nach Marokko lohnt.

1. Verlieren Sie sich in den verwinkelten Gassen MarrakeschsMarrakeschs größter Platz Jemaa El Fna überlädt alle Sinne auf einmal: Fakire beschwören Schlangen, von allen Seiten locken fremdartige Gerüche, Farben, Geräusche und hunderte kleine Restaurants bauen unter freiem Himmel ihre Läden auf. Ein unvergleichliches Erlebnis, das die UNESCO einmal zu einem „Meisterwerk des mündlichen Erbes der Menschheit“ erklärte.

Ein absolutes Muss: Verlieren Sie sich in den Gassen der verschiedenen Souks. Das erfordert Entdeckergeist und Sinn für Navigation, damit Sie sich auf den jahrhundertealten, engen Wegen nicht verlaufen.

Dabei sollte man ein dickes Fell haben, denn marokkanische Verkäufer sind wahre Meister in der großen Kunst des Handelns. Sie werden enttäuscht sein, wenn Sie nicht darauf eingehen und mitmachen. In Marokko wird das Feilschen sozusagen als eine Art Volkssport betrachtet.
2. „Star Wars“-Fans aufgepasst

In Taourirt nahe Ouarzazate lässt Hollywood regelmäßig fremde Welten für Blockbuster entstehen. Der Ort wirkt wie von einer anderen Welt. Günstiger als anderswo eignet sich die Wüste hervorragend, um neue Welten aufzubauen und Filme zu drehen. Taourit diente wohl schon als Kulisse für die „Star Wars“-Filme, Martin Scorseses Kundun und anderen Filmen wie „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“.

3. Besuchen Sie die Dadès-Schlucht

Ganz in der Nähe bei Boumalne liegt die Dadès-Schlucht inmitten einer grandiosen Gebirgslandschaft. Hohe Dattelpalmen schmiegen sich an karge Felsen, die immer wieder von verträumten Oasen und blühenden Berberdörfern aufgelockert werden.
Es lohnt auf jeden Fall, die Schlucht auf eigene Faust zu erkunden, um die Schätze der Gegend zu entdecken.

4. Wüstentour in die Sahara

Von Ouarzazate ist es nur noch ein Katzensprung bis in die geheimnisvolle Sahara – ein absolutes Muss bei einer Rundreise durch Marokko. Auf dem Rücken eines Kamels sanft in die roten Dünen dahin schaukeln und sich in den endlosen Sanddünen verlieren: Das ist ein unvergessliches Erlebnis und zählt zu meinen absoluten Highlights.

Ich habe eine mehrtägige Trekking-Tour durch die Sahara-Wüste gemacht. Dabei war ich zusammen mit zehn anderen auf einem Kamel unterwegs und übernachtete jede Nacht in einem anderen Wüstencamp unter den Sternen. Wir haben unter freiem Himmel gegessen, getanzt und es blieb viel Zeit, um seinen Gedanken nachzuhängen und die unendliche Weite einer Wüste zu genießen.

5. Entdecken Sie die Hauptstadt Marokkos

Großartige Kolonialarchitektur, gepflegte Boulevards und entspannte Atmosphäre: Rabat ist kein wirkliches Touristenziel und meistens ist man in diesem Juwel als Ausländer alleine unterwegs.

Einen Ausflug in den benachbarten Ort Salé sollten Sie auch nicht verpassen. Schmale Gassen und wunderschöne Moscheen mit atemberaubendem Blick aufs Meer führen Sie in längst vergangene Zeiten.

Rabat ist wegen seiner fehlenden Touristen auch ein guter Ort, um ein Hammam zu besuchen. Ein Besuch in einem Badehaus gehört zur marokkanischen Kultur wie die Gebete zu einer Moschee. Sie tauchen in eine ganz andere Welt ein und lassen sich von den Schönheitsgeheimnissen der Marokkaner verwöhnen.

6. Auf den Spuren der Beatniks in Tanger

Tanger gilt als das Tor zu Afrika und bis heute hängt der Stadt ein zweifelhafter Ruhm an. Durch ihren jahrzehntelangen Status als internationale Freihandelszone zog die Stadt Glücksspieler, Drogenhändler, Lebemänner und Aussteiger an.

Noch heute kann man in der Stadt auf den Spuren von Truman Capote und Paul Bowles wandeln und durch die alten Gassen flanieren.

7. Chefchaouen im Rif-Gebirge

Nicht einmal eine Autostunde entfernt von Tanger liegt die blaue Stadt Chefchaouen. Die Häuser sind in allen erdenklichen Blautönen angemalt und schmiegen sich malerisch an die Hänge des Rif-Gebirges.

Die Schönheit der Natur und die unglaubliche Architektur, die sowohl marokkanische als auch andalusische Einflüsse erkennen lässt, sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Chefchaouen ist ein idealer Ort zum Entspannen. Sie lassen die schwül-warmen Badeorte am Meer hinter sich und können sich in den Bergen abkühlen.

8. Surfen an der rauen Atlantikküste

Die Atlantikküste in Marokko ist wild, ursprünglich und eignet sich perfekt für ein paar entspannte Tage am Strand oder Aktivurlaub im Meer. Nahe Agadir liegen die Dörfer Taghazout, Immsouane und Tamraght. Surfer zieht es an diese Orte und viele überwintern dort auf der Jagd nach den perfekten Wellen.

Immsouane ist mein absoluter Geheimtipp, da das Dorf noch recht ursprünglich ist und man wunderbar den Fischern bei ihrer Arbeit zuschauen kann. Direkt am Hafen gibt es ein paar einfache Restaurants und Cafés, an denen der Fisch direkt gekauft und gebraten wird.

9. Entspannen in Essaouira

Essaouira ist der perfekte Ort für Reisende, um ein paar Tage ihre müden Knochen zu pflegen und frischen Fisch am Hafen zu essen. Dort verkaufen die Fischer ihren Tagesfang direkt vor ihren Booten und grillen diesen vor Ort. Serviert mit einem Stück Brot schmeckte Fisch nie besser!

Dazu einen frischen Pfefferminztee und die Welt sieht wieder toll aus. Überhaupt zelebrieren die Marokkaner ihre Teekultur. An jeder Straßenecke werden Minzblätter verkauft und in einem richtigen Ritual genüsslich geschlürft. Allerdings werfen die Marokkaner in ihre winzig kleinen Teegläser mindestens genauso viel Zucker hinein. Da freuen sich die Zähne und der Hypochonder in mir konnte sich einfach nicht überwinden, die freundlichen Einladungen zum Tee anzunehmen.

Kleiner Tipp: Auf der Küstenstraße zwischen Taghazout und Essaouira unbedingt auf die Arganbäume am Straßenrand achten. Deren bittere Früchte sind eine Delikatesse für marokkanische Ziegen, weshalb sie bis in die äußersten Spitzen der Bäume klettern. Ein tolles Fotomotiv!



Über AdriaMediaGroup:

Seit 1999 bilden Online-Magazine das Fundament unseres Unternehmens. Dank unser regelmäßigen Markt- und Zielgruppenanalysen kennen wir unsere Leserinnen und Leser sehr gut und wissen genau, was diese von unseren Magazinen erwarten. Mit renommierten Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP ergänzen wir die uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen aus Politik und Wirtschaft. Stetig entwickeln wir unsere Magazine weiter und kreieren immer wieder neue Online-Magazine, die speziell auf das entsprechende Marktumfeld angepasst sind. Ob das kleine Nischenmagazin, ein Wirtschaftsjournal im Internet oder ein Tageszeitung im Internet. Mit über 45 Millionen Seitenaufrufen pro Monat (quelle: PIWIK September 2016), zeigt sich dass unsere aktuellen Magazine vom Publikum sehr gut angenommen werden. In den 17 Jahren unserer verlegerischen Tätigkeit mussten wir uns bis heute weder einem Abmahnverfahren stellen noch jemals einen Widerruf veröffentlichen. Entgegen anderer Verlage basiert unsere Berichterstattung auf seriöser Recherche und reinen Fakten. Wir sehen in grundsolider Berichterstattung auch heute noch die Zukunft unserer Arbeit.

Die AdriaMediaGroup ist seit 1999 auf dem internationalen Markt tätig. Derzeit publiziert die ADMG auf dem deutschsprachigen Markt über 80 Online-Magazinen aus unterschiedlichsten Themenbereichen. Alle Zeitschriften werden von unserem eigenem Redaktionsteam regelmässig aktualisiert.