Tunesier wollen mutmaßliche Überreste Hannibals nach Karthago holen

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Mehr als 2000 Jahre nach seinem Tod wollen Tunesier den wohl größten Feldherrn der Antike, Hannibal, nach Karthago zurückholen. Der Vize-Bürgermeister der Ortschaft bei Tunis, Ziad al-Hani, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass er die Rückkehr der sterblichen Überreste in die Heimat bis zum nächsten Frühjahr anstrebe, die dann bei einer militärischen Zeremonie bestattet werden sollten. Hannibals Gebeine werden in der türkischen Ortschaft Gebze bei Istanbul vermutet, wo auch ein Denkmal steht. Bei Bauarbeiten war dort ein Grab gefunden worden.

Karthago hatte sich im 7. Jahrhundert vor Christus zur bedeutendsten See- und Handelsmacht im westlichen Mittelmeerraum entwickelt. Etwa 146 vor Christus wurde die Stadt von den Römern erobert und zerstört. Hannibal (247 v. Chr. – 183 v. Chr.) ging als ihr bedeutendster Feldherr in die Geschichte ein. Er zog mit 55 000 Soldaten und 37 Elefanten über die Alpen und fügte den Römern große Niederlagen zu.